Billig ist eigentlich teuer!

localsales Kooperationpartner TexterKlaus, 01.04.2015

Ist André Breton auferstanden?

Neulich hat mir ein Freund einen Link geschickt, der auf eine weitere dieser unseligen Plattformen verweist über die jedermann content ordern kann. Zu absoluten Schleuderpreisen. Da musste ich sofort an André Breton denken, diesen großartigen Surrealisten und sein bislang unverwirklichtes Konzept der Ècriture automatique. Das Schreiben – so die Idee – folgt dort dem Denken vollkommen unzensiert. Texte purzeln quasi automatisch, wie vom Fließband, aus dem Texter heraus. Man produziert mithin Texte fast wie man atmet. Dank Spracherkennung ist so ein 1-DINA4-Seite umfassender Content vermutlich schneller fertig als der durchschnittlich Verdauende für seinen morgendlichen Stuhlgang benötigt.

Firmenporträt für 260 Euro…

Spaßeshalber habe ich den Link einmal angeklickt und parallel in meinen eigenen Texten nachgeschaut. Eine wahllos herausgegriffene DIN A4-Seite mit dem Text für eine Unternehmensdarstellung – geschrieben in Times New Roman in 12 pt – umfasste 371 Wörter, bestand aus 2714 Zeichen, ohne die Leerzeichen gerechnet. Jedes Wort hatte also durchschnittlich eine Länge von 7,3 Buchstaben. Mein Kunde hat mir dafür 260 Euro zzgl. Mehrwertsteuer gezahlt.

…oder lieber für 7,77 oder sogar für 2,59 Euro

Hätte mein Kunde sich an die anonyme Plattform gewendet, die mit hohem Marketingaufwand phantastische Platzierungen bei Google erreicht und vermutlich schreibende Hausfrauen (sorry, ist nicht abwertend gemeint) beschäftigt, hätte er dort wesentlich weniger zahlen müssen. 370 Wörter kosten dort derzeit 7,77 Euro mutmaßlich auch zuzüglich Mehrwertsteuer. Rechnen wir dann mal ganz grob mit Abzügen von 1,77 Euro für die Verwaltung und Kontrolle des Auftrages etc. bleiben dem Texter 6 Euro übrig, was einem Wortpreis von ca. 1,6 Cent entspricht. Bei anderen Plattformen schießt diese üppige Entlohnung auf bis zu 5 ct pro Wort hoch – je nach „Erfahrung“ des Autors. Oder sie wird sogar noch unterboten. Das günstigste Angebot, das ich finden konnte, lag bei 0,7 Cent pro Wort. Zu den Konditionen hätte mein Text sogar nur 2,59 Euro gekostet.

Grabbeltisch lohnt sich nicht

Im „Geiz ist geil“-Modus steht natürlich außer Frage, dass man sich automatisch für den Text für 7,77 Euro bzw. sogar für nur 2,59 Euro entscheidet. Ist doch logisch, oder? Denken Sie bloß mal, wie viele Texte Sie statt des einen bestellen können. Die Wahrheit aber ist: Mit diesen schnell hingehuschten 0815-Texten ist es wie mit den Artikeln auf dem Grabbeltisch. Man weiß, dass sie nichts taugen, aber für das bisschen Geld, nimmt man sie einfach mal mit. Wegschmeißen kann man sie ja immer noch.

Bei Lichte betrachtet, weiß natürlich jeder Mensch, dass ein durchdacht geschriebenes Porträt oder jedweder andere Text nicht für ein paar mickrige Euro zu haben ist. Gute Texte brauchen analytische Vorbereitungen, um die Sache auf dem Punkt zubringen. Diese Sorgfalt und Qualität von Texten teilt sich immer auch dem Leser mit. Sollte also der Text, der für Ihr Unternehmen wirbt, ein Produkt vom Grabbeltisch sein, den man in die Hand nimmt, kurz draufschaut und dann wegwirft…? Oder sollen es eher Texte sein, die die Neugier des Lesers auf Ihr Unternehmen wecken? Die Antwort auf diese Fragen möge sich jeder selber geben.

WER NICHT WIRBT, STIRBT!

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Das muss nicht sein!

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